Radonmessgeräte
Radon ist ein farb- und geruchloses, radioaktives Edelgas. Langfristig erhöhte Radonwerte können das Krebsrisiko erhöhen (insbesondere Lungenkrebs). Gründe für Messungen in Häusern:
- Gesundheitsrispekt: Vermeidet langfristige Strahlenbelastung der Bewohner.
- Risikobewertung: Radon aus dem Erdreich kann sich in Kellern, unteren Geschossen oder schlecht belüfteten Räumen sammeln.
- Rechts- und Baubestimmungen: In vielen Regionen gibt es Richtwerte oder Grenzwerte; regelmäßige Messungen helfen, Grenzwertüberschreitungen frühzeitig zu erkennen.
- Kostenbewusstsein: Bei hohen Werten sind kostengünstige Gegenmaßnahmen oft möglich (Belüftung verbessern, Abdichtungen, Radon-Reduktionssysteme), die langfristig Gesundheitsrisiken senken und Energiekosten reduzieren.
- Bau- und Sanierungsplanung: Bei Neubauten oder Sanierungen frühzeitig berücksichtigen, um später teure Nachbesserungen zu vermeiden.
Was ist Radon und warum ist es so gefährlich?
Radon ist ein radioaktives Edelgas in unserer Atemluft. Es entsteht durch radioaktiven Zerfall von Uran. Uran ist ein häufig vorkommendes Element in unseren Böden und Gestein. Wenn sich Radon bildet, entweicht das Gas aus dem Gestein und gelangt durch Risse, offene Bodenplatten, Kabel- und Rohrdurchführungen in unsere Wohnung, wo wir es dann einatmen.

Gelangt es in die Lunge, zerfällt es in Polonium und beschießt unsere Zellen mit gefährlicher Alpha-Strahlung. Diese Strahlung ist sehr energiereich und kann die DNA schädigen, sodass aus diesen Zellen Krebszellen werden können. Noch schlimmer ist, dass die Zerfallsprodukte von Radon in einem mehrstufigen Prozess weiter zerfallen und sich in der Lunge anlagern. Durch Einatmen von Radon wird die Lunge also oft mehrmals von Alpha-Strahlung getroffen.
Radon ist die zweithöchste Ursache für Lungenkrebs!
Da es aus dem Gestein kommt, gelangt es überwiegend in den Keller und das Erdgeschoss. Die oberen Etagen sind meist weniger betroffen. Laut Strahlenschutzgesetz sind seit 2019 für alle Arbeitsplätze und Aufenthaltsräume Grenzwerte von 300 Bq/m³ einzuhalten. 300 Bq/m³ (Bequerel pro Kubikmeter) bedeutet, dass in einem Kubikmeter Atemluft 300 Radonkerne pro Sekunde zerfallen. Dies ist bereits eine enorme Menge, weshalb z.B. die WHO einen Grenzwert von 100 Bq/m³ empfiehlt.

Erschwerend kommt hinzu, dass Radon farb-, geruchs- und geschmacklos ist und daher vom Menschen nicht wahrgenommen werden kann. Um trotzdem die Vorgaben einzuhalten und sich auch privat schützen zu können, haben wir unser Radonsystem entwickelt.